Vorbereitung und Durchführung von mehrtägigen Angelausflügen.

Die Verwertung des Fanges

"Vorfreude ist die schönste Freude", so sagt es ein Sprichwort. Aber macht man denn vor lauter Freude auf ein paar Tage in der Natur am Angelgewässer auch alles richtig? Hat man alles bedacht und  nichts vergessen? Das wird sich bald zeigen, denn weitab von zu Hause steht einem nur das zur Verfügung, was man mitgenommen hat oder was man improvisieren kann. Aber was soll's, das sommerlich warme Wetter verspricht schöne Tage und es wird schon alles klappen.

Am Gewässer angekommen, wird ein passender Platz gesucht, die Angeln montiert, ein paar Köderfische gestippt, einige beschwörende Sprüche losgelassen und ab geht die "Post" in Richtung Gewässermitte, wo die großen Fische nur darauf warten, endlich was zu fressen zu bekommen. Da offensichtlich Petrus gut gelaunt ist, kommt auch bald darauf ( noch gar nicht eingeplant) ein Biss und nach 10 Minuten wird ein prächtiger Fisch mit dem Kescher gelandet. "Heh Alter, das ist ein Fisch zum Vorzeigen; das gibt ein Mal für die Freunde; und das Alles nach knapp einer Stunde; du bist ein Glückspilz", sagt der Kumpel und ein bisschen Neid, aber auch Bewunderung, sind daraus zu hören. "Das ist eben Können" kam die Antwort, sprach's und nahm den Fisch aus, nachdem er ihn vorschriftsmäßig betäubt und getötet hatte.
Hallo, Angler! Ihr glaubt doch nicht etwa, dass ich euch Anglergeschichten und Märchen erzählen will, ohne dass das einen Grund hat, sondern zum realen Geschehen an der Talsperre Heyda gehört und leider kein Märchen ist. Findet doch ein Angler im nahen Umfeld der Talsperre einen ganz ordentlich ausgenommenen, großen Zander, der noch ganz frisch aussieht, noch nicht von Wildtieren oder Vögeln angeknabbert ist, aber schon einen üblen Geruch verbreitet. Er kann sich das Gesehene nicht erklären, vermutet aber, dass wohl ein Angler diesen (ehemals) prächtigen Fisch einfach entsorgt hat, weil er anfing, zu stinken. Die eben gelesene Geschichte könnte die Vorgeschichte des Frevels sein: der "Könner" hat einfach nicht beachtet, dass man im Sommer einen ausgenommenen Fisch nicht "tagelang" ungekühlt liegen lassen kann. Hätte sich der "Könner" das vorher überlegt, wäre es dazu nicht gekommen. Hätte er Größe bewiesen und Achtung vor der Kreatur gehabt, würde der Fisch heute noch schwimmen oder er hätte eine andere Lösung parat gehabt.
Mein Anliegen ist es nicht, Lösungen für diesen Fall aufzuzählen, sondern zu mahnen, sich vorher zu überlegen, was man so in der Natur machen kann und was nicht, was man verantworten kann oder was nicht kalkulierbare Folgen haben könnte. Wer ans Angelgewässer geht, ohne sich vorher über die praktikable Verwertung eines eventuellen Fanges informiert und ausgerüstet hat, sollte gleich alle Fische zurück setzen, aber das ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss und Gesetze oder Auflagen des Fischereiberechtigten gibt es zu diesem Thema auch genug. Also:  Erst überlegen und dann angeln!
Viele Grüße und Petri Heil für den Rest des Jahres wünscht
Peter Spieß    Vors. d. KAFV Ilmenau e.V.

Hinweise zur Handhabung des Viertel-Jahres-Fischereischeines des Freistaates Thüringen an den Angelgewässern des KAFV Ilmenau

Bericht über die Bewältigung des Massensterbens der Silberkarpfen an der Talsperre Heyda

Nachbetrachtung zum Massensterben der Silberkarpfen in der Talsperre Heyda im Frühjahr 2013

Vorbereitung der Angelsaison 2014 innerhalb des KAFV Ilmenau mit seinen Hausgewässern Talsperre Heyda und Ilm