Bedingungen zur Bootsbenutzung

Maßnahmen zur Durchsetzung der Bootsordnung an der Talsperre  Heyda durch den Fischereipächter KAFV Ilmenau e.V. für Angler

Überarbeitete Fassung des Vorstandsbeschlusses vom 3.6.2008 zur „Benutzung von Booten zum Übersetzen und Gerätetransport an der Talsperre Heyda“.

Die Bootsordnung für die Talsperre Heyda, erarbeitet von 2 Wassersportvereinen, dem Fischereipächter, dem Agenda 21- Büro der Stadt Ilmenau und dem Ortsbürgermeister von Heyda, soll das Benutzen von Sportbooten auf der Talsperre Heyda reglementieren, um Schaden von den Wassersportlern und Anglern fernzuhalten, die Natur zu schützen und Interessenkonflikte zu vermeiden. Die Bootsordnung soll die vom Agenda 21- Büro Ilmenau festgelegte „Ruhige Naherholung“ unterstützen. Sie hat durch die Untätigkeit der kommunalen Arbeitsgemeinschaft Talsperre Heyda und der zögerlichen Haltung übergeordneter Behörden keinen gesetzlichen Charakter, richtet sich aber nicht gegen bestehende Gesetze und Verordnungen.

Der „Verwalter“ der Talsperre Heyda, die Thüringer Fernwasserversorgung, hat mit dem federführenden Wassersportverein, den Seesportclub Ilmenau, einen Vertrag über den Ort und den Zugang zu der Schwimmsteganlage abgeschlossen und damit hat dieser in Sachen Wassersport das Sagen. Das bedeutet, dass sich unsere Mitglieder mit einem Jahres- Erlaubnisschein zum Fischfang beim Übersetzen/Gerätetransport genauso an die Bootsordnung halten müssen, wie die Mitglieder der 3 einheimischen Wassersportvereine.

Da nach der Bootsordnung höchstens 20 Boote auf der Talsperre zugleich „unterwegs“ sein dürfen, haben wir vereinbart, dass außerhalb dieser 20 Boote Angler zum Übersetzen oder zum Gerätetransport unter der Bedingung fahren dürfen, dass sie am Angelplatz ihre Boote aus dem Wasser nehmen. Das Verbot des Bootsangelns per Fischereipachtvertrag wird dadurch nicht aufgehoben.

Das FFH- Gebiet im Stauwurzelbereich darf mit Booten nicht befahren werden; Ausnahmen sind im § 2 d der Bootsordnung genannt. Beim Fischereipächter sind das z.B. Maßnahmen zur Hege des Fischbestandes und Besatzmaßnahmen.

Boote, deren Benutzer gewillt sind, die vereinbarte Bootsordnung einzuhalten, müssen gekennzeichnet sein; die Nummern der Kennzeichnung erhalten die Mitglieder der drei Wassersportvereine von ihren Vereinen und die Angler vom Fischereipächter. Innerhalb des KAFV Ilmenau wurde festgelegt, dass:

  • Interessenten einen formlosen Antrag über den Verein an den KAFV stellen müssen,
  • darin: der Name des Bewerbers, Adresse; Angaben zum Boot (Art, Typ, Eigner),
  • die Bewerber erhalten dann eine Berechtigungskarte und zwei Nummernschilder, die Eigentum des KAFV bleiben; bei Verlust kommen die Inhaber für die Kosten auf,
  • die Kennzeichen müssen an Back- und Steuerbord sichtbar angebracht werden,
  • die Berechtigung kann jährlich verlängert werden, ansonsten müssen Kennzeichen und Berechtigung zurück gegeben werden; ein Jahres- Erlaubnisschein muss vorliegen,
  • ein Aufwandsbeitrag von 5,- € wird bei Ausstellung und Verlängerung fällig; die Anzahl der Berechtigungen ist limitiert,
  • das Boot darf nur zum Übersetzen/Gerätetransport zum Angelplatz benutzt werden,
  • am Angelplatz muss es aus dem Wasser genommen werden
  • die Slipanlage an der Staumauer auf dem Betriebsgelände darf nicht befahren werden,
  • Angler auf dem Gehbehinderten-Angelplatz mit Ausweis vom KAFV Ilmenau dürfen nicht behindert werden; beim Fahren mit dem Boot ist die Bootsordnung einzuhalten,
  • bei wiederholten Verstößen gegen die Bedingungen und / oder die Bootsordnung kann die Berechtigung durch den KAFV eingezogen werden.

Solange die organisierten Wassersportler die Bootsordnung einhalten, werden die Angler das auch tun müssen und wenn nicht, wird es wohl mehr Boote auf der Talsperre Heyda als Fische in ihr geben und das geschützte Rechtsgut „Angelfischerei“ wird noch schwerer auszuüben sein.

Es wird weiter Bemühungen der Wassersportvereine und des Fischereipächters geben, um die Bootsordnung zu einer „Verordnung mit Gesetzescharakter“ zu machen, nur müssten einige verantwortliche kommunale Stellen ihre Einstellung dazu aufgeben: „Es besteht kein Handlungsbedarf“!

Ergänzungen zur Bootsbenutzung ab 2012. Für die Hegemaßnahme "Team Welsangeln an der Talsperre Heyda" gibt es abweichende Festlegungen über die Benutzung von Booten. Diese sind aus den Bestimmungen für das "Team Welsangeln" zu ersehen.

Der Vorstand des KAFV Ilmenau e.V. als Fischereipächter                          Stand März 2011

Rechtsvorschriften in Thüringen

Hallo Angelfreunde,

da sich die gesetzlichen Vorschriften im Fischereiwesen hin und wieder ändern, hier ein Link zu einer externen Website, die unserer Meinung nach relativ aktuell gehalten wird.

Team Welsangeln

"Team Welsangeln": Aufgaben, Ziele und Regeln

Das "Team Welsangeln" des KAFV Ilmenau wurde aus der Notwendigkeit heraus gegründet, den Welsbestand der Talsperre Heyda erfolgreich zu beangeln, um vorbeugend den anderen  Fischbestand der Talsperre vor zu großen negativen Einflüssen zu schützen. Mit den in der Talsperre Heyda zulässigen Angelmethoden ist das nicht mehr machbar, da die Welse zu groß und schwer geworden sind.
Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass Welse, die beim normalen Raubfischangeln (z.B. auf Hecht und Zander) zum Anbiss gebracht werden konnten, beim anschließenden Drill die Angelgeräte so überlasteten, dass sie nicht gefangen werden konnten. Aufgabe ist es also, den Welsbestand der Talsperre Heyda zu verringern.
Erfolgreiche Angelmethoden auf Wels verlangen das Ausfahren der schweren Montagen mit dem Boot oder das Angeln vom Boot aus mit geeigneten Ködern und Methoden. Das ist aber laut Fischereipachtvertrag nur als "Hegefischen" und mit der Genehmigung durch die untere Fischereibehörde erlaubt.
Da die klassische Art des Hegefischens zu einem bestimmten Termin aus den verschiedensten Gründen nicht zum Erfolg führen würde, wurde das "Team Welsangeln" an der Talsperre Heyda gegründet. Das Team darf maximal aus 15 Mitgliedern bestehen (Vorgabe der UFB). Die Mitglieder dürfen das Hegefischen als individuelles Angeln über mehrere Monate im Jahr hinweg unter der Einhaltung strenger Regeln durchführen. Sie sind dem Vorstand des KAFV rechenschaftspflichtig und der wiederum muss der UFB über Erfolg oder Misserfolg der Hegemaßnahme berichten. Ziel ist es herauszufinden, welche Angelmethoden unter den Bedingungen der Talsperre Heyda am ehesten zum Erfolg führen.

Hier ein kleiner Auszug aus den einzuhaltenden Regeln:

  • Alle Handlungen der Team-Mitglieder, die von den "Besonderen Bedingungen für die Beangelung der Talsperre Heyda" abweichen, dürfen nur dem Angeln auf den Wels dienen, das Angelgerät und die Köder müssen dem angepasst sein; andere Fische, die dabei gefangen werden, sind schonend zurück zu setzen.
  • Die Team-Mitglieder müssen sich durch eine Mitgliedskarte und durch eine besondere Fangkarte zum Erlaubnisschein ausweisen können.
  • Ihnen ist das Ausfahren von Montagen und Bojen mit einem Boot erlaubt und der Drill darf bei Notwendigkeit vom Boot aus durchgeführt werden.
  • Ihnen ist das Bootsangeln vom treibenden Boot einschließlich das Klopfen mit dem Wallerholz in der Tagesangelzeit und im normalen Angelbereich erlaubt; nicht aber im Schongebiet und in unmittelbarer Nähe von Ansitzanglern.
  • Das Benutzen von Echoloten ist nur erlaubt, wenn dabei nicht gefischt wird; GPS-Geräte sind zum Markieren von Angelplätzen erlaubt.
  • Die Team-Mitglieder müssen, wenn sie mit dem Boot auf dem Wasser sind, von der Fischereiaufsicht eindeutig identifizierbar sein.


Am Jahresende sind die Team-Mitglieder verpflichtet, Angaben zu ihren Erfolgen oder Misserfolgen zu machen, um diese dann später in zusammen gefasster Form der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen, was ja eines der Ziele der Hegemaßnahme ist. Daraus können dann die anderen Angler lernen, um später auch erfolgreich in der Talsperre Heyda auf den Wels zu angeln.
Der amtierende Vorstand des KAFV Ilmenau als Fischereipächter der Talsperre Heyda hat lange über das Für und Wider dieser Hegemaßnahme diskutiert, hat Experten befragt (und diese sogar in das Team geholt), hat die UFB um Rat gefragt und dann entschieden.
Werte Angelfreunde! Ihr könnt jetzt diese Entscheidung akzeptieren oder daran rummeckern. Bedenkt aber eines: diese Hegemaßnahme ist dringend notwendig und längst überfällig. Da sowieso nur ein verschwindend geringer Teil unserer Mitglieder bei einem Hegefischen mitmacht (Hegefischen auf Blei 2012: 20 von über 500 Vereinsmitgliedern), haben wir das "Team Welsangeln" mit maximal 15 Mitgliedern gegründet, welches diese schwierige und aufwendige Aufgabe übernommen hat. Da Norbert Schulze und ich "von Amts wegen" diesem Team angehören (wegen der Verantwortung dafür), werden wir unser Bestes tun, um die Hegemaßnahme zu einem Erfolg werden zu lassen.
Das Angeln auf den Wels ist natürlich auch jedermann erlaubt, der einen Erlaubnisschein zum Fischfang für die Talsperre Heyda hat, aber nicht mit den festgelegten Abweichungen von den "Besonderen Bedingungen für die Beangelung der Talsperre Heyda ab 2012".

Mit freundlichen Grüßen und Petri Heil!                                         Ilmenau, 27. Juli 2012
Peter Spieß     Vors. d. KAFV Ilmenau

PS:
Eine Waage bis 100 kg steht bei mir zu Hause in der Arndtstr. 46 in Ilmenau zur Verfügung, aber bitte vorher anrufen (nicht mitten in der Nacht).

Das Team Welsangeln 2015

Das Team Welsangeln wird 2015 weiter bestehen. Es hat aber wieder Änderungen gegeben, die vom Vorstand beschlossen wurden. Auch die Anzahl der Mitglieder hat sich verringert, da sich herausgestellt hat, dass der Zeitaufwand sehr groß ist, um erfolgreich auf den Wels zu angeln, wenn man nicht den Erfolg dem Zufall überlassen möchte.

So wurden die Bedingungen den Erkenntnissen angepasst und auch die Strategie für die Besetzung des Teams dahingehend geändert, das erfahrene Welsangler ins Team geholt wurden, die auch die nötige Zeit aufbringen, um erfolgreich zu sein. Beim 4.  Wochenendeinsatz dann der erste Erfolg, verbunden mit vielen Erkenntnissen und Erfahrungen; nicht nur das Welsangeln betreffend (siehe Bild). Vielen Dank unseren Gastanglern für die Ausdauer und das Können!

 

 

  • Steve Dinort und Daniel Konopatzki mit Wels 181 cm (Foto: uhu) www.waller-fangen.de
  • M. Amling mit Wels 182 cm; 5. Einsatz (Foto: kono)