Wels in der Talsperre Heyda – Fisch des Jahres 2026 und weiterhin auf dem Vormarsch

Vier Welse im Jahr 2026 bereits gefangen

Der Europäische Wels (Silurus glanis) steht 2026 besonders im Fokus: Er wurde zum Fisch des Jahres 2026 gewählt und sorgt gleichzeitig an der Talsperre Heyda für beeindruckende Fänge. Bereits in den ersten Monaten des Jahres konnten vier Welse zwischen 80 Zentimetern und über 2 Metern Länge nachgewiesen werden.

Damit bestätigt sich die Entwicklung der vergangenen Jahre. Der Welsbestand in der Talsperre Heyda hat deutlich zugenommen. Immer wieder berichten unser Welsteam von kapitalen Fischen mit einer Länge von über zwei Metern.

Fisch des Jahres 2026

Seit 1991 wird der Fisch des Jahres von der organisierten Anglerschaft gemeinsam mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Gesellschaft für Ichthyologie e. V. (GfI) gewählt. Ziel der Aktion ist es, auf heimische Fischarten sowie den Schutz und die ökologische Bedeutung unserer Gewässer aufmerksam zu machen.

Bei der öffentlichen Online-Abstimmung für das Jahr 2026 erhielt der Europäische Wels mit 56,05 Prozent der insgesamt 13.182 gültigen Stimmen den ersten Platz. Dahinter folgten die Quappe (31 Prozent) und der Hundshai (12,95 Prozent).

Gute Wasserqualität fördert den Welsbestand

Der zunehmende Bestand des Welses ist ein Zeichen dafür, dass sich die Talsperre Heyda zu einem hervorragenden Lebensraum für diese faszinierende Fischart entwickelt hat. Das nährstoffreiche Gewässer bietet ausreichend Nahrung und Rückzugsbereiche, sodass sich der größte heimische Süßwasserfisch optimal entwickeln kann.

Für Angler bedeutet dies ausgezeichnete Chancen auf außergewöhnliche Fänge.

Wichtiger Hinweis für Badegäste und Hundebesitzer

Große Welse meiden den Menschen grundsätzlich. Dennoch sollten kleine Hunde und andere Haustiere bis etwa 12 Kilogramm Körpergewicht beim Aufenthalt an der Talsperre Heyda nicht unbeaufsichtigt am Ufer laufen oder frei ins Wasser gehen.

Wir empfehlen, kleine Hunde grundsätzlich an der Leine zu führen, insbesondere in flachen Uferbereichen während der warmen Sommermonate. So lassen sich unnötige Risiken vermeiden.

Entnahmepflicht für Welse

An der Talsperre Heyda gilt weiterhin:

Alle gefangenen Welse (ab 50 cm) sind zu entnehmen.

Die Entnahmepflicht dient der Regulierung des Bestandes und soll eine ausgewogene Fischpopulation erhalten. Bitte beachtet daher die geltenden Bestimmungen und meldet außergewöhnliche Fänge möglichst mit Foto und Länge.

Erfolgreich auf Wels angeln

Wer gezielt auf Wels angeln möchte, hat an der Talsperre Heyda hervorragende Möglichkeiten.

Bewährte Methoden sind:

  • Naturköder wie große Tauwürmer, Köderfische oder Fischfetzen (nur im erlaubten Zeitraum)
  • U-Posen-Montagen für strukturreiche Gewässerbereiche
  • Große Gummifische oder Wobbler beim nächtlichen Spinnfischen

Die besten Fangzeiten liegen zwischen Mai und Oktober, wobei warme Sommernächte besonders erfolgversprechend sind. Tagsüber halten sich Welse häufig in tieferen Bereichen auf, während sie nachts die flachen Uferzonen nach Nahrung absuchen.

Wels ist auch ein hervorragender Speisefisch

Neben dem spannenden Drill überzeugt der Europäische Wels auch kulinarisch. Sein nahezu grätenfreies, festes und mildes Fleisch eignet sich hervorragend zum Grillen, Braten oder für ein Ragout.

Gerade größere Filets lassen sich vielseitig zubereiten und sind eine echte Delikatesse.

Fazit

Der Europäische Wels prägt die Talsperre Heyda heute stärker denn je. Die Wahl zum Fisch des Jahres 2026, mehrere starke Fänge mit Exemplaren bis über zwei Meter und der stabile Bestand zeigen, dass sich der Wels in der Talsperre hervorragend etabliert hat.

Für Angler bietet sich damit eine außergewöhnliche Chance auf kapitale Fische. Gleichzeitig bleibt die Entnahmepflicht für alle Welse ein wichtiger Bestandteil der Gewässerbewirtschaftung, um das ökologische Gleichgewicht langfristig zu sichern.

Petri Heil!

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