Herzliche Grüße zum Jahresausklang

Liebe Angelfreundinnen, liebe Angelfreunde,

das Angeljahr 2022 neigt sich dem Ende entgegen. Wir haben geglaubt, die Corona-Krise sei vorbei. Aber letztlich sind an Ihre Stelle mit dem Krieg in der Ukraine und den allgegenwärtigen Klimaveränderungen nur neue und teilweise noch größere Herausforderungen auf uns zugekommen. Der Wassermangel in unseren Angelgewässern war nahezu überall spürbar. Erstmals mussten wir unsere Ilm im August für die Angelfischerei sperren, um zumindest einen Teil unserer wertvollen autochthonen Forellenbestände zu retten. Das kommende Jahr wird zeigen, ob es uns etwas gebracht hat. Umso erfreulicher war die Tatsache, dass unsere Talsperre Heyda Dank des neuen Stauregimes der Thüringer Fernwasserversorgung über das ganze Jahr einen nahezu konstanten Wasserstand hatte. Auf die natürliche Reproduktion der Fischbestände hat sich das sehr positiv ausgewirkt. Dass sich damit gleichzeitig der Schilfgürtel nahezu um das ganze Gewässer weiter ausgebreitet hat und die Anzahl der zugänglichen Angelplätze geringer geworden ist, müssen wir halt in Kauf nehmen.

Im April hat unsere Wahlversammlung stattgefunden. Der Vorstand, der in den letzten vier Jahren eine sehr gute Arbeit geleistet hat, wird sich auch in der neuen Wahlperiode für die Belange unserer Mitgliedsvereine und aller Angler in unseren Pachtgewässern weiter engagieren. Unser Online-Shop für die Erlaubnisscheine für die Talsperre Heyda ist eine einzige Erfolgsgeschichte. Nicht nur, dass nunmehr die Angelfreunde auf einfache Art und Weise Tages- und Jahreskarten online erwerben können, der viel größere Effekt für uns als Pächter des Fischereirechtes ist, dass wir mit der digitalen Fangstatistik stets einen aktuellen Überblick über die Entnahmen aus dem Gewässer haben.

Wir können auf ein erfolgreiches Angeljahr 2022 zurückblicken. Dabei habt Ihr, die Mitgliedsvereine im KAFV Ilmenau, letztlich durch eure Arbeit einen hohen Anteil. Das bestärkt uns darin, den begonnenen Weg beharrlich weiter zu verfolgen und ein Stück weit Verantwortung nicht nur für uns selbst, sondern auch für unsere Gesellschaft und unsere Umwelt zu übernehmen. Deshalb möchte ich mich im Namen meines Vorstandes bei allen für das uns entgegengebrachte Vertrauen und die gute Zusammenarbeit ganz herzlich bedanken.

Für die bevorstehende Weihnachtszeit wünschen wir Euch, Euren Familien und Angehörigen frohe und besinnliche Stunden und für das neue Jahr 2023 vor allem Gesundheit, Zuversicht, was die Zukunft bringen mag, ein stückweit Zufriedenheit – sie ist die Vorstufe des Glücks – und natürlich allzeit Petri Heil!

Dr. Siegfried Pause

1. Vorsitzender

Werfertag für Angler am 29. 04. 2023

Veranstalter: KAFV Ilmenau e.V.

Ausrichter: SV TU Ilmenau e.V.

Termin:       29. 04. 2023 – 10 bis 14 Uhr

Treffpunkt:  Sportplatz Unterpörlitz (Martinrodaer Str.)

Ziel :

Die Veranstaltung trägt keinen Wettbewerbscharakter; vielmehr ist sie gedacht als Beförderung eines zielgerichteten Werfens.

Mit eigenem Gerät (Zwei-Hand-Rute) wird mit einem 18 gr – Gewicht

(stellt der Veranstalter zu Verfügung) auf ein 10 qm großes Tuch in 25 und 30 Meter Entfernung geworfen.

Mitzubringen:

2-Handrute von 2,10 bis 3,60 Meter, die vom Wurfgewicht her 20 Gramm beinhaltet

Stationärrolle mit geflochtener oder monofiler Schnur (Monofilschnur mindestens 25 er)

Teilnahmeberechtigt sind alle Angler.

Eine Voranmeldung ist nicht nötig.

Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben.

Bratwurst und Getränk sind inklusive.

Dr. S. Pause                                                                     B. Riese      

Vorsitzender des KAFV                                           SV TU Ilmenau e.V.

Ilmenau e.V.

Der Flussbarsch (Perca fluviatilis) wird Fisch des Jahres 2023

Der Flussbarsch wurde vom Deutschen Angelfischerverband e.V. gemeinsam mit dem Verband Deutscher Sporttaucher e.V. und der Gesellschaft für Ichthyologie e.V. zum Fisch des Jahres 2023 gewählt.

Der Flussbarsch ist eine in Fließ- und Stillgewässern in Eurasien weit verbreitete Art, die nur geringe Ansprüche an die Struktur und Qualität ihrer Umgebung stellt. Barsche besiedeln daher auch schnell neu entstandene Gewässer wie Baggerseen oder Tagebaurestlöcher. Der Flussbarsch ist einer der farbenfroheren Fischarten in unseren Gewässern. Eine gelblich-grüne Grundfärbung mit schwarzen Querbinden, zwei Rückenflossen, von denen die erste stachelig ist und am Ende einen schwarzen Fleck hat, kennzeichnen die Art. Die restlichen Flossen sind rot. Als Jungfisch sind Barsche oft im Schwarm unterwegs, später werden große Exemplare Einzelgänger. Ihre Eier legen Barsche zwischen März und Juni an Pflanzen in langen Laichbändern ab.

Die Larven wachsen rasch und nehmen Zooplankton als Nahrung auf. Im Durchschnitt stellen Barsche bei einer Körperlänge von 12 cm ihre Nahrungspräferenz auf Fische um. Interessanterweise nehmen manche Barsche sehr schnell Fischlarven als Nahrung an. Diese eiweißreiche Kost sorgt für ein schnelleres Wachstum, sodass es deutliche Größenunterschiede bei gleichaltrigen Individuen im Gewässer geben kann. Barsche können bis zu 60 cm lang und 4,8 kg schwer werden. Exemplare von mehr als 40 cm gelten aber als groß, solche über 50 cm sind sehr selten.

Barsche haben eine große Bedeutung bei der Regulation der Nahrungskette in Gewässern. Bei einem guten Nahrungsangebot stellen sie schnell auf Fischnahrung um und dezimieren die Weißfischbrut. Ist das Angebot an Nährtieren gering, neigt auch der Barsch zur Kleinwüchsigkeit. Barsche ziehen in ihrem Lebensraum umher und sind nicht standorttreu. Sie jagen oft im Schwarm. Aufgrund ihrer geringen Ansprüche an ihren Lebensraum besiedeln Barsche schnell neu entstandene anthropogene Gewässer wie z.B. Baggerseen. Auch in den großen Schifffahrtskanälen stellen Barsche oft einen Großteil der Fischbiomasse.

Stellvertretend steht der Flussbarsch für die allgemeine Gefährdung unserer Fischfauna, was zunehmend auch die häufigeren Arten betrifft. Die extremen Dürreperioden der letzten Jahre haben viele kleinere Bäche und Teiche austrocknen lassen, Phasen mit viel zu hohen Wassertemperaturen und dadurch bedingten Sauerstoffmangel werden häufiger. Insbesondere über die Dokumentation des Vorkommens häufiger und auch von Laien gut bestimmbaren Arten wie dem Flussbarsch können wichtige Daten zum Biodiversitätswandel erhoben werden.

Flussbarsche sind aufgrund ihres grätenarmen, festen Fleisches beliebt als Speisefisch und haben eine große Bedeutung als Zielfisch in der Angelfischerei. Sie lassen sich auch von der beruflichen Binnenfischerei gut vermarkten. Die meisten Angler schätzen die Art und verwerten gefangene Fische. Da die nachgefragten Mengen an Flussbarschen von der Fischerei kaum zur Verfügung gestellt werden können, wird er seit einigen Jahren vor allem in Osteuropa auch in Aquakulturbetrieben produziert. Die Mengen steigen, sind aber noch verhältnismäßig klein. Durch seine ausgedehnte Verbreitung steht der Barsch wie kaum eine andere Art für die Möglichkeit des Verzehrs heimischer Süßwasserfische aus lokalen Gewässern.

Terminplan Arbeitseinsätze 2023

Der Terminplan für die Arbeitseinsätze 2023 zur Reinigung von Ilm und Talsperre Heyda steht nun fest.

Frühjahrstermin am 15. April 2023: Arbeitseinsatz an der Ilm und an der Talsperre Heyda
Herbsttermin am 21. Oktober 2023: Arbeitseinsatz an der Talsperre Heyda

Mehr Informationen findet ihr hier.

Müllsammelaktion Heyda

Unter der Beteiligung der Angelvereine aus Oberpörlitz, Geschwenda, Neuroda, sowie der Geocacher aus dem Umkreis von Ilmenau und der Marinekameradschaft Arnstadt-Ilmenau fand am 22.10. 22 bei anfangs widrigen Wetterbedingungen die traditionelle Herbstreinigung an der Talsperre Heyda statt. Als Treffpunkt war 8 Uhr an der Staumauer vereinbart. Insgesamt beteiligten sich etwa 60 Personen, die das Ufer der Talsperre vom Unrat und Müll säuberten.

Der Abtransport der Müllsäcke erfolgte mittels Boot durch die Marinekameradschaft Arnstadt-Ilmenau.

Erfreulicherweise wurde weniger Müll als in den zurückliegenden Jahren eingesammelt. Eine der Ursachen ist sicher, dass der Zugang zum Uferbereich durch sich vergrößernde Schilfbereiche eingeschränkt ist.

Dank an alle Beteiligten an der Müllsammelaktion!

Eine müllfreie Natur sollte im Interesse aller Besucher sein.

Kinderangeln 2022

Es gehört zu den Traditionen des KAFV-Ilmenau, in jedem Jahr ein Kinder- und Jugendangeln am Stausee Heyda durchzuführen.
Am 18. September war es wieder soweit.
Der Kreisverband gestattet an diesem Tag auch Kindern unter 14 Jahren von Mitgliedern eines KAFV-Vereins ein Angeln ohne Fischereischein unter Beaufsichtigung eines erwachsenen Fischereischeinbesitzers.
Von dieser Möglichkeit wurde Gebrauch gemacht; allerdings waren Jugendliche mit Fischereischein in der Überzahl.

Gruppenfoto mit allen Teilnehmern

Geangelt wird vom Bücheloher Ufer aus.
Alle Teilnehmer werden mit Booten von der Wiese an der Staumauer zu
den Angelstellen, die an diesem Tag für die Veranstaltung reserviert sind,
übergesetzt.

Übersetzen der jungen Angler

Etwas Pech hatten wir an diesem Tag mit dem Wetter. Regenschauer und
ein kühler Wind setzten den Aktiven und Betreuern zu und machte das Angeln schwerer.
Dennoch wurden einige Flossenträger angelandet. Plötze, Rotfeder, Barsch
und Blei bildeten den Hauptteil der Beute.

Stolzer Jungangler mit Blei

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